Es hätte sein Wettkampf werden sollen. Zum Abschluss seiner Karriere in der ersten Mannschaft wollte der 39-Jährige beim Finale daheim groß auftrumpfen. Dann aber kam der erste Versuch im Stoßen. Ehemann hatte die 158 Kilogramm schwere Hantel über seinem Kopf, als im linken Knie eine alte Verletzung aufbrach. Die Hantel krachte zu Boden, und Ehemann musste passen: "Es ging nicht mehr."

Die Stimmung in der Halle, sie sackte zwischenzeitlich bis auf den Grundwasserspiegel ab. Die Fans litten mit, hatten Tränen in den Augen. Doch bei der Siegerehrung bauten sie ihren Liebling mit "Oli, Oli"-Sprechchören wieder auf. Auch Martina Dosquet fand die richtigen Worte: "Er ist das Gesicht dieser Mannschaft. Niemand hat das Publikum so begeistert und so auf die Bühne mitgenommen wie er", sagte die Abteilungsleiterin. 223 Wettkämpfe. Seit 1992 dabei. Mit Oliver Ehemann hat ein großer Sportsmann die Bühne verlassen. esc

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